Wolfgang Sternkopf
Unter dem Motto Kunst im Foyer sind zurzeit Objekte und Grafiken des Gelsenkirchener Künstlers Wolfgang Sternkopf in den Geschäftsräumen der E.ON Fernwärme GmbH ausgestellt.
Sternkopfs Kunst ist dem Konstruktivismus zuzuordnen, der als streng gegenstandslose Stilrichtung der Malerei der Moderne des 20. Jahrhunderts gilt. Charakteristisch ist ein einfaches geometrisches Formenvokabular wie auf dem berühmten Bild Schwarzes Quadrat auf weißem Grund, das Kasimir Malewitsch 1911 malte und das als Endpunkt der Malerei galt. Diese Kunstrichtung hatte auch Einfluss auf die Plastik und die Architektur.
Mit „Geordnete Unruhe“ beschreibt Sternkopf selbst seine Malerei, Grafik, Objekte und Texte. Er setzt seine Ideen konkret um, bildhaft, sinnbetont und konstruktiv. Er verknüpft in seinem Schaffen Literatur und bildende Kunst, denn er ist ebenso Lyriker wie Op – Art - Objektemacher und Grafiker; in beiden Sparten arbeitet Wolfgang Sternkopf seit Jahrzehnten. Vor zwei Jahren mietete er mit seinen Künstlerkollegen Heinrich Jüttner und Heribert Reismann ein Atelier in einer alten Schreinerei im Hinterhaus an der Ruhrstraße in Gelsenkirchen. Das Atelier ist einerseits Schaffensstätte aber auch Ausstellungsort für Künstlerkollegen. Zurzeit sind dort Arbeiten von Rolf Binder unter dem Motto „Kontrollierte Kräfte – Konstruktive Objekte“ zu sehen.
Wolfgang Sternkopf beschäftigt sich seit 1965 mit Literatur und bildender Kunst. 1971 veröffentlichte er seinen ersten Lyriktext in einer Anthologie, drei Jahre später präsentierte er seine Arbeiten in einer ersten Einzelausstellung. 1976 erhielt er das Stipendium für Bildende Kunst der Stadt Gelsenkirchen und veröffentlichte seinen ersten Lyrik- und Grafikband. Seit 1983 ist Wolfgang Sternkopf Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller. 1984 erhielt er ein Stipendium für Literatur des Landes NRW. Inzwischen hat er seine Arbeiten in mehr als 50 Einzel- und Kollektivausstellungen im In- und Ausland präsentiert.
Die Initiative zum Ausstellungsprojekt Kunst im Foyer der E.ON Fernwärme GmbH mit dem Ziel, eine Verbindung zwischen Arbeitswelt und Kunst einzugehen gibt es seit acht Jahren. Inzwischen ist das Foyer als Dauerausstellungsort im Gelsenkirchener Kunstführer erwähnt. In enger Zusammenarbeit mit Reinhard Hellrung vom Städtischen Museum Gelsenkirchen-Buer und der Kommunalen Galerie im Hans-Sachs-Haus werden die Exponate ausgewählt. Diese Ausstellung dauert bis zum 28. April 2006 und kann während der Geschäftszeiten von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr von jedermann besucht werden.
Ort: E.ON Fernwärme GmbH, Bergmannsglückstraße 41-43, 45896 Gelsenkirchen
Bei Rückfragen:
Eva Dreckmeier
T 02 09-6 01-82 38
eva-marie.dreckmeier@eon-fernwaerme.de
