Heinrich Jüttner
Unter dem Motto Kunst im Foyer sind zurzeit Arbeiten des Gelsenkirchener Künstlers Heinrich Jüttner in den Geschäftsräumen der E.ON Fernwärme GmbH ausgestellt.
Heinrich Jüttner, der von Haus aus Schriftsetzermeister ist, setzt grellfarbige Akzente. Sein Thema sind neun Farben des Regenbogens; seine Materialien Papier, Holz und Karton. Spielerisch verarbeitet er weggeworfenes Material und recycelt es zu neuen Objekten. Immer aber erweist er auch bei Wand- und Rauminstallationen dem Regenbogen seine Referenz. So wie die klaren Farben, bevorzugt er klare Formen wie die gerade Linie, Übersichtlichkeit und strenge Symmetrie. Das spielerische und auch ironisierende Moment spiegelt sich auch in Jüttners Bildtiteln wider. Zunächst gewinnt man den Eindruck, dass Bezeichnungen wie REBO-spapla, REBO-bauscheke oder REBO-zeknüfapa nur Eingeweihten einer Geheimsprache entschlüsselbar sind. Sie alle aber folgen einem schlichten Prinzip, sie stehen nämlich als Abkürzungen für das verwendete Material. So steht REBO-bauscheke für Regenbogen Baumscheibenkeil oder REBO-zeknüfapa für Regenbogen mit zerknülltem, farbigem Papier. Jüttner postuliert mit seinen Arbeiten ein Antimittel zur Wegwerfgesellschaft: Alles hat seinen Reiz, seine Faszination, seine Bedeutung.
Heinrich Jüttner ist seit seiner Schulzeit künstlerisch tätig. Seit 1975 gibt es seine Materialobjekte unter dem Titel REBO-cycling. In vielen Einzel- und Gruppenausstellungen hat er seine Arbeiten präsentiert, z.B. auf der Jahresschau Gelsenkirchener Künstler, auf der Exponata in Münster, im Städt. Museum Gelsenkirchen, in der Galerie Lara Sydney in Portland, Oregon, in der werkstatt, GE-Buer uvm.
Vor zwei Jahren mietete Heinrich Jüttner mit seinen Künstlerkollegen Wolfgang Sternkopf und Heribert Reismann ein Atelier in einer alten Schreinerei im Hinterhaus an der Ruhrstraße in Gelsenkirchen. Das Atelier ist einerseits Schaffensstätte aber auch Ausstellungsort für andere Künstler.
Die Initiative zum Ausstellungsprojekt Kunst im Foyer der E.ON Fernwärme GmbH mit dem Ziel, eine Verbindung zwischen Arbeitswelt und Kunst einzugehen gibt es seit zehn Jahren. Inzwischen ist das Foyer als Dauerausstellungsort im Gelsenkirchener Kunstführer erwähnt. In enger Zusammenarbeit mit Reinhard Hellrung vom Städtischen Museum Gelsenkirchen-Buer und der Kommunalen Galerie im Hans-Sachs-Haus werden die Exponate ausgewählt. Diese Ausstellung dauert bis zum 27. Oktober 2006 und kann während der Geschäftszeiten von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr von jedermann besucht werden.
Ort: E.ON Fernwärme GmbH, Bergmannsglückstraße 41-43, 45896 Gelsenkirchen
Bei Rückfragen:
Eva Dreckmeier
T 02 09-6 01-82 38
eva-marie.dreckmeier@eon-fernwaerme.de
